Botrosecco

Jahr

KLASSIFIZIERUNG

DOC Maremma Toscana

REBSORTEN

60% Cabernet Sauvignon, 40% Cabernet Franc

KLIMA

Der Winter war mild und sehr regnerisch, so dass gute Wasserreserven in den Böden und auch in den beiden Seen der Tenuta entstanden. In den ersten Apriltagen begannen die Pflanzen auszutreiben, etwas früher als gewöhnlich. Von April bis in die ersten Julitage war das Klima recht kühl und sicherte eine reguläre vegetative Entwicklung. Die zweite Julihälfte und mehr noch der August waren sehr heiß mit starker Sonneneinstrahlung, und von daher war bei der Lese eine strenge Selektion der Trauben erforderlich, um Beeren auszusondern, die nicht reif oder vertrocknet waren. Durch separate Arbeit auf jedem Weinberg und in einigen Fällen durch zwei Lesedurchgänge gelang es jedoch, duftende Weine mit einer guten Tanninqualität zu gewinnen.

WEINBEREITUNG

Die Trauben wurden bei der Lese selektiert und in die Kellerei gebracht, wo sie entrappt und gepresst wurden. Der Most wurde in Inox-Edelstahlbehälter gefüllt und für die ersten vier bis fünf Tage auf 8 – 10° C abgekühlt, um die sortentypischen Aromastoffe zu extrahieren und den Fruchtcharakter so unversehrt wie möglich zu erhalten. Die alkoholische Gärung erfolgte bei einer Temperatur 25° C und dauerte 15 Tage, während derer schonende Extrahierungstechniken genutzt wurden, um die Tannine weicher zu machen. Beim Abstich wurde der Wein erneut in Inox-Edelstahltanks travasiert, in denen er bis zum Ende des Jahres auch die malolaktische Gärung durchlief. Anschließend wurde er in Barriques travasiert und reifte dort 12 Monate bis zur Flaschenabfüllung. Es folgte eine Periode der Flaschenverfeinerung.

GESCHICHTE

Die Fattoria Le Mortelle gehörte einstmals zu einem größeren Komplex, der bereits auf den Landkarten von Leopold II. um die Mitte des 19. Jahrhunderts verzeichnet ist. Sie liegt im Herzen der Bassa Maremma, dem Flachland am Meer, in der Provinz Grosseto etwa 9 km von Castiglione della Pescaia entfernt. Sie erstreckt sich über 270 ha, davon 166 ha Weinberge, auf denen vorwiegend Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Sangiovese kultiviert werden; hinzu kommen Bestockungen jüngeren Datums mit verschiedenen weißen Varietäten wie Vermentino, Ansonica und Viognier. Die Familie Antinori erwarb das Gut im Jahr 1999, überzeugt davon, dass dieses Anbaugebiet zur Produktion von Qualitätsweinen ganz besonders berufen ist. Mortella ist der Name der wilden Myrthe, eines die Küstenzonen prägenden Strauchs, der Symbol der Fattoria ist.
Die neue Kellerei liegt zu einem großen Teil unter der Erde, um die Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten. Sie wurde so konstruiert, dass die Temperatur ausgleichende Wirkung des Felsgesteins in tieferen Bodenschichten genutzt wird, und unter größtmöglicher Schonung und Bewahrung des Gleichgewichts der Natur: Energieeinsparung dank "kaskadierender" Technik (Schwerkraft statt Pumpen) im Produktionszyklus, Phytoreinigung des genutzten Wassers, das der Umwelt wieder zugeführt wird, Nutzung ausschließlich erneuerbarer Energiequellen.
Die Fattoria ist auf Voranmeldung für Besichtigungen mit Führung und Degustation geöffnet, bei denen im Ladengeschäft in der Kellerei auch Weine und Obst der Saison gekauft werden können.

VERKOSTUNGSNOTIZEN

An der Nase intensive Pfefferminznoten, die sich mit süßeren Noten von reifen kleinen roten Früchten und Gewürz verbinden. Am Gaumen samtig, würzig, kräftig, mit vibrierenden Finale und fruchtigem Nachgeschmack.