Vivia

Jahr

KLASSIFIZIERUNG

DOC Maremma Toscana

REBSORTEN

50% Vermentino, 35% Viognier, 15% Ansonica

KLIMA

Der Jahrgang 2012 war in diesem Teil der Toskana nach 2003 einer der trockensten der letzten zwanzig Jahre. Nur durch Begrenzung der Produktion pro Pflanze auf einem sehr niedrigen Level und durch gezielte Notbewässerungen war es möglich, die Reben in einem guten vegetativen Gleichgewicht zu halten, so dass die Trauben regulär reifen konnten.
Trotz der Trockenheit war das Wetter während des Sommers nicht heiß, und eine konstante Meeresbrise sicherte gute Ventilierung der Trauben und niedrige Feuchtigkeit im Weinberg.
Die Lese begann am 25. August mit den Viognier-Trauben, gefolgt von Vermentino Mitte September und Ansonica Ende September.

WEINBEREITUNG

Die Trauben wurden bei Erreichen der aromatischen Reife gelesen, so dass der Duft jeder Varietät erhalten blieb. Um auch vollere und reifere Noten hinzutreten zu lassen, wurde ein kleiner Teil der Viogner- und Ansonica-Trauben spät gelesen. 
Bei Eingang in der Kellerei wurde das Rebgut umgehend schonend gepresst und blieb für 2 Stunden zur Mazeration auf den Schalen. Danach wurde der Most für etwa 24 Stunden auf eine Temperatur von 10° C gebracht wurde, um eine natürliche Klärung zu erzielen. Der geklärte Most wurde in Inox-Edelstahlbehälter travasiert, in denen bei einer Temperatur von 16° C die alkoholische Gärung stattfand. Eine kurze Verfeinerungsphase auf den Feinhefen schloss die Vinifizierungsarbeiten ab.

GESCHICHTE

Die Fattoria Le Mortelle gehörte einstmals zu einem größeren Komplex, der bereits auf den Landkarten von Leopold II. um die Mitte des 19. Jahrhunderts verzeichnet ist. Sie liegt im Herzen der Bassa Maremma, dem Flachland am Meer, in der Provinz Grosseto etwa 9 km von Castiglione della Pescaia entfernt. Sie erstreckt sich über 270 ha, davon 166 ha Weinberge, auf denen vorwiegend Cabernet Sauvignon und Sangiovese kultiviert werden; hinzu kommen Bestockungen jüngeren Datums mit verschiedenen weißen Varietäten wie Vermentino, Ansonica und Viognier.
Die Familie Antinori erwarb das Gut im Jahr 1999, überzeugt davon, dass dieses Anbaugebiet zur Produktion von Qualitätsweinen ganz besonders berufen ist. Mortella ist der Name der wilden Myrthe, eines die Küstenzonen prägenden Strauchs, der Symbol der Fattoria ist.
Die neue Kellerei liegt zu einem großen Teil unter der Erde, um die Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten. Sie wurde so konstruiert, dass die Temperatur ausgleichende Wirkung des Felsgesteins in tieferen Bodenschichten genutzt wird, und unter größtmöglicher Schonung und Bewahrung des Gleichgewichts der Natur: Energieeinsparung dank "kaskadierender" Technik (Schwerkraft statt Pumpen) im Produktionszyklus, Phytoreinigung des genutzten Wassers, das der Umwelt wieder zugeführt wird, Nutzung ausschließlich erneuerbarer Energiequellen.
Die Fattoria ist auf Voranmeldung für Besichtigungen mit Führung und Degustation geöffnet, bei denen im Ladengeschäft in der Kellerei auch Weine und Obst der Saison gekauft werden können.

VERKOSTUNGSNOTIZEN

In der Farbe strohgelb. An der Nase ein angenehm fruchtiges Aroma, intensiv, reif, blumig mit Nuancen von kandierter Frucht und Zitronatzitronenschale. Am Gaumen würzig, harmonisch, mit weichem Auftakt und vibrierendem frischem Finale und Nachgeschmack.