Vivia

Jahr

KLASSIFIZIERUNG

DOC Maremma Toscana

REBSORTEN

50% Vermentino, 40% Viognier, 10% Ansonica

KLIMA

Das Jahr 2013 war tendenziell kühler als die Vorjahre 2011 und 2012. Dies führte zu einer leicht überdurchschnittlichen Dauer des Vegetationszyklus und zu einer gegenüber den beiden vorherigen Jahren etwa 10 Tage späteren Lese. Die Reife erfolgte langsam, und in manchen Zonen war es erforderlich, Blätter zu entfernen und die Trauben 7 – 10 Tage vor der Lese der Sonne auszusetzen, um vollständige Reife zu erreichen. Die Lese begann ab dem 12. September  mit Viognier, anschließend wurde Vermentino gelesen und in der ersten Oktoberdekade Ansonica. Ein kleiner Anteil von Viognier- und Vermentino-Trauben blieb an den Stöcken, um dort noch länger zu reifen, damit höhere Extrakte und mehr Komplexität erzielt wurden.

WEINBEREITUNG

Das Rebgut wurde schonend gepresst und blieb für 2 Stunden zur Mazeration auf den Schalen. Danach wurde der Most gekühlt und für etwa 24 Stunden auf einer Temperatur von 10° C gehalten, um eine natürliche Klärung zu erzielen. Der geklärte Most wurde in Inox-Edelstahlbehälter travasiert, in denen bei einer Temperatur von 16° C die alkoholische Gärung stattfand. Eine kurze Verfeinerungsphase auf den Feinhefen schloss die Vinifizierungsarbeiten ab. Aus jeder Varietät und von jeder Parzelle des Weinbergs wurden separat Weine erzeugt, die jeweils andere Merkmale hatten und auch nach der Gärung für weitere etwa zwei Monate getrennt blieben. Erst anschließend wurden sie selektiert und die Partien für den Vivia ausgewählt.

GESCHICHTE

Die Fattoria Le Mortelle gehörte einstmals zu einem größeren Komplex, der bereits auf den Landkarten von Leopold II. um die Mitte des 19. Jahrhunderts verzeichnet ist. Sie liegt im Herzen der südlichen Maremma in der Provinz Grosseto etwa 9 km von Castiglione della Pescaia entfernt. Sie erstreckt sich über 270 ha, davon 166 ha Weinberge, auf denen vorwiegend Cabernet Sauvignon und Sangiovese kultiviert werden; hinzu kommen Bestockungen jüngeren Datums mit verschiedenen weißen Varietäten wie Vermentino, Ansonica und Viognier. Die Familie Antinori erwarb das Gut im Jahr 1999, überzeugt davon, dass dieses Anbaugebiet zur Produktion von Qualitätsweinen ganz besonders berufen ist. Mortella ist der Name der wilden Myrthe, eines die Küstenzonen prägenden Strauchs, der Symbol der Fattoria ist. Die neue Kellerei liegt zu einem großen Teil unter der Erde, um die Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten. Sie wurde so konstruiert, dass die Temperatur ausgleichende Wirkung des Felsgesteins in tieferen Bodenschichten genutzt wird, und unter größtmöglicher Schonung und Bewahrung des Gleichgewichts der Natur: Energieeinsparung dank "kaskadierender" Technik (Schwerkraft statt Pumpen) im Produktionszyklus, Phytoreinigung des genutzten Wassers, das der Umwelt wieder zugeführt wird, Nutzung ausschließlich erneuerbarer Energiequellen. Die Fattoria ist auf Voranmeldung für Besichtigungen mit Führung und Degustation geöffnet, bei denen auch Weine und Obst der Saison im Ladengeschäft in der Kellerei gekauft werden können.

VERKOSTUNGSNOTIZEN

In der Farbe leuchtend strohgelb mit leichten grünlichen Reflexen. An der Nase reich und komplex mit fruchtigen Noten, die an gelben Pfirsich und Zitronatzitrone erinnern, schön verschmolzen mit Anklängen an Blüten und Gewürzkräuter. Am Gaumen schmackhaft, üppig und lebhaft, gut gestützt von der Mineralität, die bemerkenswerte geschmackliche Länge verleiht.