Vivia

Jahr

KLASSIFIZIERUNG

DOC Maremma Toscana

REBSORTEN

50% Vermentino, 40% Viognier, 10% Ansonica

KLIMA

Der Jahrgang 2014 zeigte einen ungewöhnlichen klimatischen Verlauf: ein außerordentlich milder Winter und ein kühler Sommer mit ausgiebigen Regenfällen. Diese Wetterbedingungen führten zu einem längeren Vegetationszyklus und einer langsameren Reife. Der September brachte milde Temperaturen mit guten Tag-Nacht-Temperaturunterschieden, was die Zuckerbildung in den Trauben förderte und das Erreichen des richtigen Reifegrades ermöglichte. Die Lese begann Mitte September, etwa 10 Tage später als üblich, mit Viognier, anschließend wurden die Vermentino-Trauben gelesen und Anfang Oktober Ansonica.

WEINBEREITUNG

Die Trauben wurden jeweils bei Erreichen der aromatischen Reife gelesen, so dass der Duft jeder einzelnen Varietät bewahrt blieb. Für eine kleine Partie von Viognier und Ansonica erfolgte eine spätere Lese, um dem Wein wärmere und reifere Noten zu verleihen. Nach Eingang in der Kellerei wurde das Rebgut umgehend verarbeitet. Während des schonenden Zerdrückens erfolgte eine leichte Mazeration, anschließend wurde der Most für 24 Stunden auf einer Temperatur von 10° C gehalten, um eine natürliche Klärung zu erzielen. Der geklärte Most wurde in Inox-Edelstahlbehälter travasiert, in denen bei einer Temperatur von 16° C die alkoholische Gärung stattfand. Es folgte eine kurze Verfeinerungsphase auf den Feinhefen (etwa drei Monate) und die Verfeinerung in der Flasche (etwa drei Monate).

GESCHICHTE

Die Fattoria Le Mortelle gehörte einstmals zu einem größeren Komplex, der bereits auf den Landkarten von Leopold II. um die Mitte des 19. Jahrhunderts verzeichnet ist. Sie liegt im Herzen der unteren Maremma in der Provinz Grosseto etwa 9 km von Castiglione della Pescaia entfernt und umfasst 270 ha, davon 166 ha Weinberge, vorwiegend mit Cabernet Sauvignon und Sangiovese sowie mit Bestockungen jüngeren Datums mit weißen Varietäten wie Vermentino, Ansonica und Viognier. Die Familie Antinori erwarb das Gut im Jahr 1999, überzeugt davon, dass dieses Gebiet zur Produktion von Qualitätsweinen ganz besonders geeignet ist. Mortella ist der Name der wilden Myrte, eines die Küstenzonen prägenden Strauchs, der Symbol der Fattoria ist. Die neue Kellerei ist zu einem großen Teil unterirdisch, um die Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten. Sie wurde unter maximaler Berücksichtigung des Gleichgewichts der Natur und seiner Erhaltung mit natürlichen Baumaterialien so konstruiert, dass die Temperatur ausgleichende Wirkung des Felsgesteins in tieferen Bodenschichten genutzt wird: Einsparung von Energie dank der "kaskadierenden" Technik des Produktionsprozesses, Phytoreinigung des Wassers, das der Umwelt wieder zugeführt wird, Nutzung ausschließlich von erneuerbaren Energiequellen.
Die Fattoria ist auf Voranmeldung für Besichtigungen mit Degustation geöffnet, und im Ladengeschäft auf dem Gelände des Guts können die Weine und das Obst der Jahreszeit gekauft werden.

VERKOSTUNGSNOTIZEN

Intensiver Duft, der an reifen Pfirsich, die Schalen von Zitronatzitrone und kandierte Früchte erinnert. Am Gaumen ist der Wein weich mit frischer Säure, schmackhaft und mineralisch mit Noten von Gewürzkräutern wie Thymian und Salbei. Langes und anhaltendes Finale.