Mezzo Braccio / 2010

Mezzo Braccio / 2010

Das Gut Monteloro liegt 12 km von Florenz entfernt auf den Hügeln hinter Fiesole, eingebettet in ein Panorama von Weinbergen, Olivenhainen und Wäldern, in dem vereinzelt schöne Villen und Gehöfte zu entdecken sind. Es erstreckt sich über ein Gebiet von 150 ha, davon derzeit 65 ha Rebflächen in Quoten von durchschnittlich 500 m. Der Name "Mezzobraccio" (halber Arm, Elle) geht auf das alte Bodenmaß dieser Gegend zurück, die auch heute noch in kleinste Parzellen aufgeteilt ist, begrenzt von Wäldern und Bachläufen, angelegt in Terrassen und durchzogen von Steinmauern. Die Unterschiedlichkeit der Böden, das von starken Temperaturunterschieden geprägte Klima und die Lage der Rebflächen in verschiedenen Quoten machen das Anbaugebiet besonders berufen zur Erzeugung großer Weißweine. Aber es ist auch bekannt dafür, dass sich über Jahrhunderte hinweg die Adelsfamilien von Florenz in der Sommerzeit hierhin zurückzogen, wie die berühmten Landhäuser von Beatrice Portinari und Dante Alighieri bezeugen, die auf die Weinberge des Gutes blicken. Seit 2010 hat sich die Produktion des Gutes um einen neuen Wein erweitert: der Scabrezza, ein Toscana IGT, ergänzt den Mezzobraccio, der schon seit dem Jahrgang 2007 erzeugt wird.

KLASSIFIZIERUNG
Toscana IGT
REBSORTEN
100% Rhine Riesling
KLIMA

Das Austreiben begann mit einer leichten Verspätung gegenüber dem Jahr 2009. Diese Verzögerung verstärkte sich noch durch die ebenfalls verglichen mit 2009 um gut 10 Tage spätere Blüte. Der Monat Mai war ungewöhnlich regnerisch, ohne dass dies jedoch zu Störungen in den phänologischen Phasen geführt hätte, die regulär und in den durchschnittlichen Zeiträumen stattfanden.
Der Sommer war von Monatsdurchschnittstemperaturen gekennzeichnet, die unter denen des letzten Jahrfünfts lagen und eine langsamere Traubenreife und eine gute Bewahrung des Säuregehalts mit sich brachten. Die Reifephase setzte in der ersten Augustdekade ein und schritt langsam und regelmäßig fort. In den ersten Septembertagen begann die Lese von Pinot Grigio und Pinot Bianco, den anderen auf dem Gut kultivierten Varietäten, und sie endete Anfang Oktober mit dem Riesling.

WEINBEREITUNG

Die Lese erfolgte von Hand. Nach dem Abbeeren wurde das Rebgut zerdrückt, um so schonend wie möglich den Saft zu extrahieren. Die sortenreine alkoholische Gärung erfolgte in Inox-Edelstahlbehältern bei Temperaturen von nicht über 16° C. Anschließend wurde der Wein bis zur Flaschenabfüllung im Mai 2011 bei einer Temperatur von 10° C gehalten. Es folgte eine Flaschenverfeinerung von weiteren 6 Monaten.

VERKOSTUNGSNOTIZEN

Blasses Strohgelb mit goldenen Reflexen. An der Nase ein feiner klarer Duft, der auf Noten von Aprikose und Akazienhonig eine schöne Komplexität entfaltet, im Hintergrund Gewürznoten von Heu und Oregano. Am Gaumen bewahrt der fruchtige Part Reife und Süße, die von guter Würze und eleganter Säure gehalten werden. Im Finale heben sich deutliche Petroleumnoten ab, deren Intensität mit dem Alter zunehmen wird.